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Die Beschriftung eines Autoreifens ist in einer europäischen Norm festgelegt, sie ist deshalb auf so ziemlich jedem Reifen in ähnlicher Form zu finden. Man findet dort Informationen über die wichtigsten Daten eines Reifens. Hier nun eine Übersicht über diese Angaben.

Produktionsdatum Reifenhersteller Verschleiß runderneuerter Reifen M&S-Reifen runderneuerter Reifen schlauchloser Reifen schlauchloser Reifen Tragfähigkeit Felgendurchmesser Radialreifen Höhen-Breiten-Verhältnis Reifentyp Reifentyp Reifenhersteller Radialreifen Felgendurchmesser Tragfähigkeit zugelassene Geschwindigkeit Verschleiß M&S-Reifen Produktionsdatum Höhen-Breiten-Verhältnis Reifenbreite Reifenbreite
 

Reifenbreite / Höhen-Breiten-Verhältnis

Die Breite eines Reifens wird in mm angegeben und ist häufig die wichtigste Maßzahl eines Autoreifens. Wenn man z.B. von 195er Reifen spricht, dann meint man Reifen mit einer Breite von 195mm.

Die Höhenangabe ist nicht so einfach wie die Breite. Man nennt hier nicht die absolute Höhe in mm, sondern das Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite in Prozent.

Beispiel:
Ein Reifen hat die Angabe: 195/50.
Das heißt, der Reifen ist 19,5cm breit und die Reifenhöhe beträt 50% davon, also knapp 10cm.

Eine kleinere Prozentzahl bedeutet also eine geringere Reifenhöhe und damit ein sportlicheres Aussehen (sportlicher PKW z.B 225/45...)

Eine Ausnahme gibt es noch: Bei der 80er-Serie (also zum Bsp. 155/80) war es früher nicht üblich, die 80 mit anzugeben. Ein Reifen der Größe 155 R 13 heißt also mit genauer Bezeichnung 155/80 R 13.

Um festzustellen, welche Reifen Sie an Ihrem Fahrzeug fahren dürfen, genügt ein Blick in Ihren Fahrzeugschein. Genauere Infos hier.

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Felgendurchmesser

Der Felgendurchmesser wird nun unlogischerweise bis auf wenige Ausnahmen nicht in cm oder mm angegeben, wie die anderen Größen eines Reifens, sondern in Zoll.

Ein Zoll entspricht 2,54cm, was die Umrechnung in cm ohne Taschenrechner nicht ganz einfach macht...

Ein 13-Zoll Reifen entspricht also einem Durchmesser von 13 * 2,54cm = 33cm.

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zulässige Höchstgeschwindigkeit

Jeder Reifen besitzt eine maximale zugelassene Höchstgeschwindigkeit. Dieses Geschwindigkeitssymbol wird auch als GSY abgekürzt oder englisch "speed index" genannt. Der GSY eines Reifens muß mindestens so hoch (oder höher) sein, wie für die eingetragenen Reifen im Fahrzeugschein gefordert ist. Für Winterreifen gilt eine Ausnahme (siehe M&S-Reifen).

Die Zuordnung der Buchstaben zu den Geschwindigkeiten ist nicht wirklich logisch, sie wurde wohl einfach mal so festgelegt...

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Tragfähigkeit

Die Belastbakeit eines Reifens ist durch die Tragfähigkeitskennziffer beschrieben. Man nennt diese Kennzahl auch Last-Index oder englisch "load index" (kurz: LI)

Li
63 272 kg         76 400 kg         89 580 kg         102 850 kg
64 280 kg   77 412 kg   90 600 kg   103 875 kg
65 290 kg   78 425 kg   91 615 kg   104 900 kg
66 300 kg   79 437 kg   92 630 kg   105 925 kg
67 307 kg   80 450 kg   93 650 kg   106 950 kg
68 315 kg   81 462 kg   94 670 kg   107 975 kg
69 325 kg   82 475 kg   95 690 kg   108 1000 kg
70 335 kg   83 487 kg   96 710 kg   109 1030 kg
71 345 kg   84 500 kg   97 730 kg   110 1060 kg
72 355 kg   85 515 kg   98 750 kg   111 1090 kg
73 365 kg   86 530 kg   99 775 kg   112 1120 kg
74 375 kg   87 545 kg   100 800 kg      
75 387 kg   88 560 kg   101 825 kg      

Ein LI von 91 bedeutet dann zum Beispiel, daß ein Reifen dieses Typs eine maximale Tragfähigkeit von 615 kg besitzt.

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Radialreifen

Hier geht es um die Bauart des Reifens. Heute werden fast ausschließlich Radialreifen benutzt. Hier sind die einzelnen Lagen radial angeordnet (siehe Bild).

Bis in die 60er Jahre war der Diagonalreifen Standard, bei dem die einzelnen Lagen diagonal angeordnet werden. Diagonalreifen werden heute nur noch für Spezialanwendungen (z.B. Oldtimer) benutzt.

Wichtig ist, daß an einem Fahrzeug nur entweder Radial- oder Diagonalreigen benutzt werden dürfen, Mischbereifung ist nicht erlaubt.

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schlauchlose Reifen

Die Abkürzung TL steht für "tubeless" und heißt "schlauchlos". Alle gängigen Autoreifen werden heute ohne Schlauch gefahren.

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Hersteller / Reifentyp

Hier befindet sich der Name des Reifenherstellers (Marke), sowie meist auch der Name des Reifenmodells (Typ). Die Typenbezeichnung behinhaltet manchmal auch Informationen über das Profil des Reifens.

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Produktionsdatum

An der sogenannten DOT-Nummer läßt sich das Produktionsdatum eines Reifens ablesen. Im bisherigen Verschlüsselungssystem sind die 3 letzten Ziffern entscheidend. Die ersten beiden Ziffern dieser Dreiergruppe stehen für die Produktionswoche, die letzte Ziffer entspricht dem Jahr. Ein kleines Dreieck hinter dieser dreistelligen Zahl weist darauf hin, daß sich die Angaben auf die 90er Jahre beziehen. Die Nummer 309 bedeutet also 30. Woche 1999.

Seit Anfang 2000 gibt es nun ein neues Verschlüsselungssystem mit einem vierstelligen Code. Die ersten beiden Ziffern entsprechen auch hier wieder der Kalenderwoche, die letzten beiden dem Jahr der Produktion. Ein Reifen mit der Bezeichnung 0100 wurde also in der 1. Kalenderwoche 2000 hergestellt.

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Verschleißanzeiger (TWI)

Rudum fidet man mehrmals das kürzel TWI angebracht. TWI ist die Abkürzung für Treadwear indicator, was soviel heißt wie Verschleißanzeiger. An diesen Stellen geht das Profil nicht ganz in die Tiefe, es bleiben kleine Stege stehen.

Ist nun der Reifen bis an die gestzliche Mindestprofiltiefe von 1,6mm abgefahren, liegen diese Stellen deutlich an der Oberfläche und lassen das abgefahrene Profil sofort erkennen. Man sollte es aber gar nicht erst soweit kommen lassen, da besonders bei Nässe die Haftung schon bei Profiltiefen unter 3mm stark abnimmt.

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Runderneuerte Reifen

Runderneuerte Reifen tragen die Kennzeichnung R, manchmal auch ausgeschrieben in deutsch oder englisch ("runderneuert", "retread", "retreaded").

Das Datum der Runderneuerung wird genauso angegeben, wie das Produktinsdatum bei Neureifen (siehe Produktionsdatum).

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M&S-Reifen

Dies ist die Kennzeichnung für Winterreifen (Die Bezeichnung kommt von Matsch- und Schneereifen).

Für M&S-Reifen gilt eine Ausnahme bezüglich der geforderten Geschwindigkeitsklasse. Sie darf niedriger als die im Fahrzeugschein geforderte sein. In diesem Fall muß aber im Sichtfeld des Fahrers ein Aufkleber angebracht werden, auf dem die zulässige Höchstgeschwindigkeit für diese Reifen zu erkennen ist.

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